Kategorie: Elternhinweise

  • Der Tagesablauf

    Ein regelmäßiger Tagesablauf ermöglicht dem Kind, sich an regelmäßige Lern- und Übungszeiten zu gewöhnen. Sie gehen als Erwachsener der ständigen Diskussion aus dem Weg “Wieso muss ich jetzt lernen?“, “Ich möchte jetzt aber spielen“. Sie kennen bestimmt diese Endlosdiskussionen. “Legen Sie gemeinsam mit dem Kind die Lernzeiten fest und besiegeln Sie diesen Plan mit der Unterschrift beider Parteien. Damit wird die Wichtigkeit der Abmachung symbolisiert. Verkünden Sie bei Freunden des Kindes diese Zeiten. Ein Schild an der Tür des Kinderzimmers erinnert die Familie an die Ruhe- und Lernzeiten. So fühlt sich Ihr Kind ernst genommen und Endlosdiskussionen bleiben hoffentlich aus.

    Mein Rat: “Bitte bleiben Sie konsequent, auch bei den besten Argumenten, die Ihnen Ihr Kind liefert!

  • Arbeitsmaterialien

    Alle zum Üben erforderlichen Arbeitsmaterialien müssen dem Kind in einem ordentlichen und funktionsfähigen Zustand zur Verfügung stehen. Dazu gehören 2 angespitzte Bleistifte, Füller mit Ersatzpatronen, Lineal ohne Zacken und mit lesbaren Zahlen und mit einem sichtbaren Nullpunkt, Radiergummi, Anspitzer, Buntstifte und Fasermaler, Hausaufgabenheft, Hefte mit Rand, Hefter mit eingehefteten Blättern, Schulbücher mit Umschlag. Alle Materialien sind mit Namen zu versehen. An manchen Schulen werden in der 1. Klasse die Hauptfächer Deutsch und Mathematik durch farblich unterschiedliche Umschläge gekennzeichnet. Bitte halten Sie sich an die Vorgaben der Schule, die Kollegen verfügen über langjährige Erfahrungen und fordern diese speziellen Farben nicht ohne Grund. Bedenken Sie, Ihr Kind muss in der Schule zum großen Teil allein zurechtkommen und die Farbunterscheidung hilft bei der Orientierung im Ranzen und auf dem Arbeitsplatz. Beginnen Sie frühzeitig mit dem Kind das Üben des Ranzenpackens und zeigen Sie, wie eine ordentliche Federtasche mit vollständigen Materialien aussieht. Wenn Ihr Kind alleine den Ranzen packen möchte, lassen Sie es gewähren- aber „Vertrauen ist gut KONTROLLE ist besser“.
    Wie in der Welt der Erwachsenen entscheidet vollständiges Handwerkszeug über den erfolgreichen Start in den Arbeitstag.
    Für das häusliche Üben ist auch der Einsatz eines Lernprogramm hilfreich, aber wie alles im Leben sollte im entsprechenden Maß eingesetzt werden. Besser für Grundschulkinder ist der persönliche Kontakt beim Erledigen der Hausaufgaben mit einer vertrauten Person.

  • Arbeitsblätter für erste sinnerfassende Leseübungen in der 1. Klasse

    Nach einem erfolgreichen ersten Schuljahr kommt es darauf an, die Lesefertigkeit weiter zu üben und zu fördern. Oftmals können die Kinder den Text schon recht gut lesen. Aber die Erstleser konzentrieren sich bei dem Zusammenziehen der Laute so enorm auf die Buchstaben, dass sie den Inhalt des gelesenen Textes nicht begreifen. Um das Leseverständnis zu überprüfen, gibt es zum Downloaden Arbeitsblätter zum Üben.

    Arbeitsblatt_1.pdf (109,37 kb)
    Arbeitsblatt_2.pdf (99,34 kb)
    Arbeitsblatt_3.pdf (161,76 kb)

  • Download: Schülerbogen für Erstbegegnung mit Nachhilfeschüler

    Sommerzeit ist Ferienzeit! In den letzten Tagen wurden an den Schulen die lang ersehnten und vielleicht auch gefürchteten Zeugnisse von neugierigen Schüler- und Elternaugen in Betracht genommen. Nicht immer waren Kind und Eltern mit den Ergebnissen zufrieden.
    Vielleicht ist es gerade in den Ferien an der Zeit, sich professionelle Hilfe mit ins Boot zu holen. Für alle Nachhilfelehrer und solche, die es werden wollen, ist es wichtig, bei der ersten Begegnung mit seinem Schüler grundlegende Daten, Informationen und Besonderheiten des Kindes zu notieren. Persönliche Informationen sind notwendig, um den Kontakt zu der Familie jederzeit herstellen zu können. Freizeit- und Schulinformationen sind nötig, um auf Stärken und Schwächen in der Förderung einzugehen und um Hobbys für die Erstellung von z. B. Sachaufgaben zu nutzen. Besonderheiten des Kindes müssen in der Nachhilfe Beachtung finden, wenn z.B. der Arbeitsplatz ausgesucht, der günstigste Fördertag abgesprochen oder die konkreten Übungsschwerpunkte festgelegt werden.
    Nachhilfelehrer mit mehreren Schülern erleichtert der Schülerbogen das Zurechtfinden und dient der individuellen Planung des Förderunterrichts.

    Schuelerbogen.pdf (177,71 kb)

  • Möglichkeiten der Motivation- die Zeit

    Nach einer längeren Übungs- und Lernphase, nach einer großen erfolgreichen Klassenarbeit oder nach einem längeren Nachhilfeabschnitt (Halbjahr) kann auch ein gemeinsames Erlebnis in der Familie z.B. längere Radtour, Besuch eines Festes, eines Museums oder des Schwimmbades das Kind weiter motivieren, an seinem Ziel, der Leistungsverbesserung zu arbeiten. Zunehmend ist auch der Besuch in einem Wellness-Bereich für Kinder zu empfehlen, um sie für weitere Lernziele zu motivieren. Sicher sind solche Besuche sowieso im Familienleben geplant und für viele Kinder selbstverständlich aber wenn ein Übungsschwerpunkt anliegt oder die nächste Klassenarbeit winkt, sollte bereits im Vorfeld ein Ausflugsziel speziell für das Erreichen einer erfolgreichen Zensur ausgemacht werden, um die Besonderheit deutlich zu machen. Natürlich können Sie die gute Leistung des Kindes in der Schule auch spontan und überraschend mit einer gemeinsamen Familienaktivität belohnen. Halten Sie aber Maß mit Belohnungen und Motivationshilfen aller Art!!

  • Für Eltern und Großeltern

    • Ein Kind, das ständig kritisiert wird, lernt zu verdammen.
    • Ein Kind, das geschlagen wird, lernt selbst zu schlagen.
    • Ein Kind, das verhöhnt wird, lernt Schüchternheit.
    • Ein Kind, das der Ironie ausgesetzt wird, bekommt ein schlechtes Gewissen.
    • Ein Kind, das ermuntert wird, lernt Selbstvertrauen.
    • Ein Kind, dem mit Toleranz begegnet wird, lernt Geduld.
    • Ein Kind, das gelobt wird, lernt Bewertung.
    • Ein Kind, das Ehrlichkeit erlebt, lernt Gerechtigkeit.
    • Ein Kind, das Geborgenheit erleben darf, lernt Vertrauen.
    • Ein Kind, das geliebt und umarmt wird, lernt Liebe in dieser Welt zu empfinden.

    Verfasser unbekannt

  • Wie motiviere ich mein Kind zum Lernen?

    Lassen Sie Gefühle zu! Freuen Sie sich mit dem Kind auch schon über geringe Erfolge beim Üben. Aber auch immer wieder auftretende Misserfolge müssen gefühlvoll von den Betreuern begleitet werden.

    • Streicheln Sie!
    • Lachen Sie gemeinsam, auch über „dumme“ Fehler!
    • Drücken, knuddeln Sie bei Erfolgen auch bei Misserfolgen oder Tränen nach Leistungskontrollen!
    • Drücken Sie die Daumen!
    • Geben Sie an Tagen der Leistungskontrolle einen Glücksbringer mit, bitte nur an diesen Tagen, denn sonst wird dieses Ritual zur Alltäglichkeit und dann hat für das Kind keinen Reiz mehr.
    • Lassen Sie das Kuscheltier beim Üben zuschauen und geben Sie Kommentare als Teddy natürlich mit der notwendigen Bärenstimme ab
    • Teilen Sie die Erfolge aber auch Misserfolge in der Familie mit aber bitte immer im Beisein und mit Zustimmung des Kindes!
    • Machen Sie ständig Mut!
    • Interessieren Sie sich täglich für das Gefühlsleben Ihres Kindes und achten Sie auf Signale, die Ihnen Ihr Kind sendet!
  • Mit einem Wettbewerb weiter motivieren

    Wettbewerbe, Punktsysteme oder andere tabellarische Verdeutlichungen in den unterschiedlichen Formen, dienen der gezielten Abrechnung der Übungsaufgaben.

    Sie verdeutlichen dem lernenden Kind die Fortschritte im Wissenszuwachs.
    Nummerieren Sie die Übungseinheiten des Tages von 1 bis … Jede einzelne Matheaufgabe erhält einen Stempel z.B. einen Stern. Bei der Kontrolle der Aufgaben, wird nicht mit dem Symbol, richtig (Hakensymbol) oder falsch (f) abgezeichnet, sondern der Stern darf weiter leuchten – für richtig gelöst oder der Stern wird mit einer schwarzen Wolke- für ein falsches Ergebnis übermalt. Gemeinsam werden die strahlenden Sterne am Ende der Übungseinheit gezählt und das Kind erhält durch die Symbolik den Überblick über den Lernfortschritt oder aber auch über die Notwendigkeit weiter zu üben. Machen Sie an einer Tabelle in diesem Fall an einem Nachthimmel (blaues Tonpapier in Wolkenform) die Lernfortschritte sichtbar. Der so entstehende Sternenhimmel kann wieder für alle Familienmitglieder sichtbar aufgehängt werden. Vermerken Sie das Datum auf der Wolke und auf dem gelben Stern die Anzahl der Sterne.

    Download:

    Lob_4.pdf (108,63 kb)
    Lob_5.pdf (100,47 kb)

  • Kleine Überraschungen steigern die Lernbereitschaft

    Nutzen Sie die Bilder- und Zeichensprache. Bereits im Kindergartenalter kann man mit der Bilder- und Zeichensprache Kinder motivieren Regeln und Normen des täglichen Zusammenseins zu verinnerlichen. Auch wenn Kinder schon Schulkinder sind freuen sie sich über:

    • das Bild einer strahlenden Sonne
    • eines leuchtenden Sternes
    • die bunte Blume
    • das gruselige Gespenst
    • das rote Herz

    Mit schnellen Strichen und vielleicht noch in der Lieblingsfarbe der Kinder oder in frühlingsgrün, in herbstlich bunten Farben ist ein Symbol schnell unter die Zusatzübung gemalt. Bedenken Sie immer, es müssen keine Kunstwerke sein! Allein die persönliche Zuwendung, Ihre kreative spontane Idee zählt. Versuchen Sie immer einen aktuellen Bezug zum Kind oder zur Übung zu finden.

    Frühling Tulpe, Schmetterling, Osterei, Osterhase

    Sommer Sonne, Sonnenschirm, Boot,

    Herbst Drachen, Obst, Igel, Gespenst, Kürbis

    Winter Schneemann, Schneeflocke, Weihnachtsmotive

    In unserer materialisierten Welt gibt es aber auch genügend „Kleinigkeiten“ wie Aufkleber und Stempel die beim Lernen motivierend eingesetzt werden können. IKEA- Liebhabern empfehle ich die doppelseitig zu nutzenden Faserstifte mit Mal- und Stempelfunktion aus der Kinderabteilung. Aufkleber in verschiedenen Motivgrößen und in unbegrenzten Varianten können gezielt in der Nachhilfe eingesetzt werden, wenn es gilt die Qualität und die Quantität der Übungseinheit zu bewerten. Auch Perlen, Glasmurmeln, die in einem tollen Glasgefäß gesammelt werden, zeigen der Familie wie fleißig Ihr Kind an seinem Lernproblem arbeitet.

    Alle Familienmitglieder beobachten dann gemeinsam, wie das Gefäß immer voller wird und freuen sich mit dem lernenden Kind.

  • Mit Sprache, Stimme weiter motivieren

    Gehen Sie sparsam mit materiellen Motivationshilfen um. Besinnen Sie sich auf die Kraft der Sprache und Mimik. Äußern Sie Sprache leise und laut, schnell und langsam. Schreiben Sie Lob und Kritik unter die Übung, unter die Hausaufgaben oder vermerken Sie das schriftliche Lob auf einem Kalender, um für das Kind sichtbar zu machen, an welchen Tagen es erfolgreich gelernt hat. Geben Sie Ihrer Stimme Ausdruckskraft. Lassen Sie durch Worte das Kind hören und sehen, wie Sie sich freuen, wie Sie traurig sind. Ein Ausruf „ Prima!“ muss wie ein Ausruf klingen und nicht wie ein alltäglich gesprochener Satz. Er muss auch Freude auf Ihrem Gesicht erkennen lassen.Hier einige positive Bestätigungen, die fleißige Kinder gern hören und auch lesen!

    • Das hast du gut gemacht.
    • Ich freue mich!
    • Rechenkönig / Rechenkönigin
    • Lesekönig / Lesekönigin
    • Held des Tages!
    • Ich bin begeistert!
    • Du schaffst das!
    • Du hast die viel Mühe gegeben!

    Aber auch kurzfristige Ermüdungserscheinungen, Fehler und Misserfolge im Lernen sollten immer positiv von den Betreuern mit Worten begleitet werden.

    • Versuch es noch einmal, dann klappt es bestimmt!
    • Ich verrate dir einen Trick, dann passiert der Fehler nicht noch einmal.
    • Beim nächsten Mal wird es wieder, wollen wir wetten? (und dann wirklich einen kleinen Wetteinsatz bereithalte, denn das macht Erwachsene in den Augen der Kinder glaubwürdig und es vertraut auf weitere Aussagen)
    • Eine weitere Möglichkeit ist der so genannte LOB-zettel, der ganz unterschiedlich entsprechend Ihren künstlerischen Talenten gestaltet sein kann.