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Arbeitsblätter und Nachhilfe für Mathe, Deutsch und Sachkunde in der Grundschule

Download: Schülerbogen für Erstbegegnung mit Nachhilfeschüler



Sommerzeit ist Ferienzeit! In den letzten Tagen wurden an den Schulen die lang ersehnten und vielleicht auch gefürchteten Zeugnisse von neugierigen Schüler- und Elternaugen in Betracht genommen. Nicht immer waren Kind und Eltern mit den Ergebnissen zufrieden.
Vielleicht ist es gerade in den Ferien an der Zeit, sich professionelle Hilfe mit ins Boot zu holen. Für alle Nachhilfelehrer und solche, die es werden wollen, ist es wichtig, bei der ersten Begegnung mit seinem Schüler grundlegende Daten, Informationen und Besonderheiten des Kindes zu notieren. Persönliche Informationen sind notwendig, um den Kontakt zu der Familie jederzeit herstellen zu können. Freizeit- und Schulinformationen sind nötig, um auf Stärken und Schwächen in der Förderung einzugehen und um Hobbys für die Erstellung von z. B. Sachaufgaben  zu nutzen. Besonderheiten des Kindes müssen in der Nachhilfe Beachtung finden, wenn z.B. der Arbeitsplatz ausgesucht, der günstigste Fördertag abgesprochen oder die konkreten Übungsschwerpunkte festgelegt werden.
Nachhilfelehrer mit mehreren Schülern erleichtert der Schülerbogen das Zurechtfinden und dient der individuellen Planung des Förderunterrichts.    

Schuelerbogen.pdf (177,71 kb)

Lernvoraussetzungen- der Arbeits- und Lernplatz



Sorgen Sie zu Hause für einen ordentlichen Arbeits- und Lernplatz. Ein Schreibtisch sollte jedes Kind zur Verfügung haben. Er gilt als optisches Signal „Jetzt wird gelernt!“ Wichtig ist, dass der Schreibtisch sich in einer nach Möglichkeit reizarmen Umgebung befindet und somit das Kind nicht abgelenkt werden kann. Spielzeug, bunte Poster oder ein laufender Fernseher gehören nicht in die Nähe des Schreibtisches. Sollten sich Geschwister das Kinderzimmer teilen, dann ist es angebracht, dass die Geschwister in der Zeit des Lernens sich nicht im Zimmer aufhalten. Gerade Kinder mit Lernschwierigkeiten werden von Spielgeräuschen schnell abgelenkt und die Konzentration auf die Übung oder die Hausaufgaben fällt noch schwerer. Viele Kinder meinen gerade mit einem gewissen Lärmpegel können sie gut arbeiten. Sind Sie als Erwachsener konsequent und sorgen für ausreichend Lärmschutz.
Die Lichtquelle (Fenster, Tischlampe) sollte sich immer entgegen der Schreibhand befinden. Achten Sie schon beim Einrichten des Zimmers darauf.

Möglichkeiten der Motivation- die Zeit Teil 2



Viele Kinder mit Lernschwierigkeiten vereint dasselbe Problem, sie sind im Unterricht zu langsam, schaffen die in der Leistungskontrolle vorgegebenen Aufgabenanzahl nicht, trödeln, träumen und kommen beim Schreiben im Diktat nicht mit. Die Folgen kennen Sie alle, nicht erledigte Aufgaben werden als falsche Ergebnisse gezählt. Automatisch geht es mit der Zensur nach unten, obwohl Ihr Kind zu Hause den Eindruck gemacht hat, die Aufgaben verstanden und gekonnt zu haben. Die Enttäuschung ist groß- beim Kind und bei den  Eltern. Hier muss in der Nachhilfe am Lerntempo gearbeitet werden. Immer dann, wenn Ihr Kind zeitliche Probleme beim Erledigen von Aufgaben hat, stellen Sie den Kurzeitwecker oder arbeiten Sie selbst zeitgleich und parallel an einer anderen Aufgabe. Ziel des Kindes muss es sein, ehr oder zur gleichen Zeit fertig zu werden. Für Kinder ist Zeit endlos, sie kann nicht angefasst werden und man merkt nicht, wie sie alle oder vorbei ist. Geben Sie Ihrem Kind bei der Erledigung von wichtigen Sachen, immer eine Kontrollmöglichkeit zur Seite, so dass es Erleben kann wie die Zeit vergeht.

Vielfältige Möglichkeiten gibt es hier:

In Klasse 1 bietet der Kurzzeitwecker gute Unterstützung beim Erhöhen des Lerntempos.

Das laute Ticken des Kurzzeitweckers animiert Ihr Kind schneller beim Rechnen zu werden.
Grundaufgaben bis 10 sind wichtige Aufgaben, die zügig gerechnet werden müssen. Sie sind Grundlage für das weitere Rechnen in den weiterführenden Klassenstufen- bis zum Einsatz des Taschenrechners. Ein Tempotraining ist auch beim geliebten 1x1 notwendig.
Ab Klasse 2 kennen die Kinder die Uhrzeit. Nutzen Sie dieses Wissen und statten sie das Kind mit einer Armbanduhr aus. Diese sollte über ein Ziffernblatt, Stunden- und Minutenzeiger verfügen. Beim Üben können Sie die genaue Minutenzahl für das Erledigen der Aufgaben vorgeben. Zur besseren Verdeutlichung kann auch ein großer tickender Wecker neben dem Arbeitsplatz stehen. Wenn dann noch der Sekundenzeiger die Zeit für das Kind sichtbarer vergehen lässt, wird das Kind zum schnelleren Arbeiten beflügelt werden.

Möglichkeiten der Motivation- die Zeit Teil 1



Nach einer längeren Übungs- und Lernphase, nach einer großen erfolgreichen Klassenarbeit oder nach einem längeren Nachhilfeabschnitt (Halbjahr) kann auch ein gemeinsames Erlebnis in der Familie z.B. längere Radtour, Besuch eines Festes, eines Museums oder des Schwimmbades das Kind weiter motivieren, an seinem Ziel, der Leistungsverbesserung zu arbeiten. Zunehmend ist auch der Besuch in einem Wellness-Bereich für Kinder zu empfehlen, um sie für weitere Lernziele zu motivieren. Sicher sind solche Besuche sowieso im Familienleben geplant und für viele Kinder selbstverständlich aber wenn ein Übungsschwerpunkt anliegt oder die nächste Klassenarbeit winkt, sollte bereits im Vorfeld ein Ausflugsziel speziell für das Erreichen einer erfolgreichen Zensur ausgemacht werden, um die Besonderheit deutlich zu machen. Natürlich können Sie die gute Leistung des Kindes in der Schule auch spontan und überraschend mit einer gemeinsamen Familienaktivität belohnen. Halten Sie aber Maß mit Belohnungen und Motivationshilfen aller Art!!

Für Eltern und Großeltern



  • Ein Kind, das ständig kritisiert wird, lernt zu verdammen.
  • Ein Kind, das geschlagen wird, lernt selbst zu schlagen.
  • Ein Kind, das verhöhnt wird, lernt Schüchternheit.
  • Ein Kind, das der Ironie ausgesetzt wird, bekommt ein schlechtes Gewissen.
  • Ein Kind, das ermuntert wird, lernt Selbstvertrauen.
  • Ein Kind, dem mit Toleranz begegnet wird, lernt Geduld.
  • Ein Kind, das gelobt wird, lernt Bewertung.
  • Ein Kind, das Ehrlichkeit erlebt, lernt Gerechtigkeit.
  • Ein Kind, das Geborgenheit erleben darf, lernt Vertrauen.
  • Ein Kind, das geliebt und umarmt wird, lernt Liebe in dieser Welt zu empfinden.

Verfasser unbekannt